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Diskurspogo. Über Literatur und Gesellschaft

Broschiert, 287 Seiten, ISBN 978-3943167221, 18 EUR

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Warum ist realistische Literatur oft nur pseudorealistisch und die sogenannte Popliteratur lediglich ein erfolgreiches Marketingprodukt?

In drei Kapiteln analysiert Enno Stahl – teils kritisch und konfrontativ, teils verwundert - die aktuel­len gesellschaftlichen Veränderungen, die Politik unserer Zeit und die (fehlende) Auseinander­setzung damit in der deutschen Gegenwartsliteratur. Er untersucht u. a. Christian Kracht, Ernst-Wilhelm Händler und Juli Zeh mit ideologiekritischer Verve, analysiert die Social-Beat-Bewegung, Poetry-Slams und die Anfänge des deutschen Punk im Ratinger Hof in Düsseldorf. 

Außerdem geht es um Ausbeutung in der heutigen Arbeitswelt, von der katastrophalen Lohnsitua­tion bis hin zum Schlafentzug. Diese wird in der Gegenwartsliteratur kaum thematisiert, da Er­werbsarbeit hier keine Rolle zu spielen scheint. Demgegenüber entwickelt Stahl eine Programmatik, in der er zeitgenössisches literarisches Engagement fordert, eine Literatur, die sich den gesell­schaftlichen Aporien stellt. 

Bald auch als E-Book in allen einschlägigen Stores erhältlich.

 



Pressestimmen

»Diskurspogo« erinnert in seiner Unmittelbarkeit und argumentativen Konsequenz an den  Torpedokäfer – jenes Tier aus den Lebenserinnerungen Franz Jungs, »das immer wieder und mit unvermittelter Heftigkeit gegen eine Wand fliegt«, um Spuren zu hinterlassen – es sorgt für mehr als nur eine Schramme am Elfenbeinturm.
Martin Willems, junge welt

Die Vermengung von Provokation und Analyse konkreter Texte macht "Diskurspogo" zu einem großen Lesevergnügen.
Ute Meyer, ak - analyse & kritik

Pogo (...) dient Enno Stahl als Metapher für seine Essaysammlung, in eigenwilliger Verknüpfung mit Diskurs, jenem abgedroschenen Schlagwort der alten Linken. Also auch verbal eher anrempeln als an die Hand nehmen? Er kann zwar bissig werden (...). Doch überwiegend urteilt er sehr differenziert.
Jens Kassner, Leipziger Volkszeitung

»Diskurspogo« ist ein sehr erfreuliches Buch mit vielen guten Gedanken.
TRUST

Man wird wohl sagen dürfen, dass angesichts der Komplexität und Ausdifferenzierung der Literatur Stahls Herangehen etwas grobschlächtig ist. Aber das soll ja auch so sein, laut, schnell und hart ist Stahls Stil, Diskurs-Pogo halt, von dem der Titel des Buches kündet. Pogo, der Tanzstil der Punks, ist nun mal nicht für Feinschliff bekannt, Pogo ist Herumgetobe und Gerempel. Erkenntnis kann man da nicht erwarten. Als Denkanstoß hingegen taugt Diskurs-Pogo durchaus.
Maximilian Probst, Zeit online, online hier

Stahl (...) zeigt (...), dass auch an die Literatur ein Mindestmaß an realistischen Ansprüchen anzulegen ist, um diese überhaupt als Seismographen für gesellschaftliche Konflikte, Kämpfe und Befriedungen erkennbar werden zu lassen. Der Titel verweist auf die Aufmischung des Stimmengewirrs im Literaturbetrieb durch ein vordergründig anarchistisches Tanzprogramm, das jedoch im Hintergrund ein Urteilsvermögen einfordert und als ordnende Hand Werturteile vornimmt.
Detlef Kanapin, Neues Deutschland, online hier

Da lässt sich kaum widersprechen. Und auch sonst ist das Buch gut zu lesen und selbst da informativ, wo die Debatten nicht mehr ganz aktuell sind.
Jan-Paul Koopmann, Kritisch-Lesen.de, online hier

Wo ist der Lärm, die konfrontative Auseinandersetzung mit der Gegenwart? Wo ist die Literatur als Gegenöffentlichkeit? Nun, für Enno Stahl, freier Autor und Kritiker, der in seiner Aufsatzsammlung „Diskurspogo“ die aktuelle Literaturproduktion einem Stresstest unterzogen hat, ist die Antwort traurig, aber klar: Sie ist weg. Übrig ist nur noch der Mainstream einer kleinen schlaffen bürgerlichen Minderheit, für die Literatur mehr Distinktionsgewinn ist als ein Vehikel zur Durchleuchtung gesellschaftlicher Missstände.
Christof Bultmann, literaturkritik.de, online hier

Auch eine erste wissenschaftliche Stellungnahme findet sich in:
Engelbert Groß, Kunst, Theologie und Pädagogik für Eine-Welt-Arbeit. Impulse aus dem Projekt "Die Lieder der Müllbergkinder" Reihe: Forum Religionspädagogik interkulturell Bd. 26, 2014, 176 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-12595-8, S. 38-42 (zu Diskurspogo und zum analytischen Realismus – übertragen auf die bildende Kunst).

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