8. Juni 2026, 19.00 Uhr: Menschmaschinen in der Lokalrunde des Literaturhauses Köln
Menschmaschinen in der Heimatlocation. Auch wieder mit Roland Bergères Grafiken. Hier gibt es weitere Informationen. Eintritt: 13 / 11 EUR inkl. Getränken und Imbiss
Menschmaschinen in der Heimatlocation. Auch wieder mit Roland Bergères Grafiken. Hier gibt es weitere Informationen. Eintritt: 13 / 11 EUR inkl. Getränken und Imbiss
Vor einiger Zeit fand in Berlin die Tagung „Klassen.Gefühle.Erzählen“ statt. Robert Walter-Jochum unterhielt sich mit mir über den analytischen Realismus und meine Romane „Winkler, Werber“, „Spätkirmes“ und „Sanierungsgebiete“. Der Dokumentationsband zur Tagung liegt als Open Access vor, hier kann man…
Menschmaschinen in der Heimatlocation. Auch wieder mit Roland Bergères Grafiken. Hier gibt es weitere Informationen. Eintritt: 6 EUR
In Düsseldorf werde ich zum ersten Mal während der Lesung die wunderbaren Grafiken von Roland Bergère projezieren. Hier gibt es weitere Informationen. Auch Karten im Vorverkauf sind dort erhältlich.
Im April lese ich aus den „Menschmaschinen“ in Neuss, in der wunderschönen Buchhandlung von Dorothea und Klaus Gravemann. Hier gibt es weitere Informationen.
Ich lese aus „Menschmaschinen“ im Rahmen der Langen Leipziger Lesenacht in der Moritzbastei, Kurt-Masur-Platz 1, 04109 Leipzig. Zusammen mit Adrian Kasnitz. Hier gibt es weitere Informationen.
Erste Lesung aus „Menschmaschinen“ im Literaturklub Köln, Richard Wagner Str. 39, 59674 Köln. Hier gibt es weitere Informationen.

fließen wir mit … (bleibt uns wohl nichts anderes übrig …)

Ein Roman über unsere soziale Zukunft: Die völkisch-rechtspopulistischen Parteien regieren Europa, doch angesichts eines entgrenzten Marktfundamentalismus bedeutet das nicht viel. Jeder kämpft nur für sich selbst. Eine durchgehende staatliche Verwaltung existiert nicht. Zudem ist die EU nur mehr Vasall eines übermächtigen Chinas, dazu eingezwängt zwischen USA und Russland, die beide von totalitären Machthabern beherrscht werden und sich in kriegerischer Konkurrenz gegenüberstehen. Allen Menschen ist ein Chip implantiert (die sogenannte Interier Console [IC]), durch den sie beständigen Zugang zum Allnetz haben. Mittels 3-D-Druckern stellen sie fast alle Gegenstände des täglichen Bedarfs selbst her, wenn sie sich das leisten können. Denn Jobs und damit die Möglichkeit, etwas über die karge Grundsicherung hinaus verdienen, gibt es bloß noch wenige. Androiden und genetisch erzeugte Spezialisten sorgen für zusätzlichen Druck auf dem stark reduzierten Arbeitsmarkt.
In diesem Szenario findet sich der zwanzigjährige Marcos plötzlich wieder – als wäre er aus dem All gefallen: Er weiß nichts über sich, sein Gedächtnis scheint wie ausgelöscht. Er macht sich auf die Suche nach seiner Identität durch die gigantische Techno-Großstadt RheinRuhr, die vom früheren Dortmund bis nach Liège reicht. Dabei helfen ihm die junge Frau Tonya und der zwielichtige Detektiv Berlinguer. Beide scheinen eigene Interessen zu verfolgen. Trauen kann Marcos niemandem. Alle Spuren führen zum Genetik-Riesen TransGen Inc., hier wird Marcos eine schockierende Entdeckung machen und die Wahrheit über seine Herkunft erfahren.

»Realismus« und »Engagement« – zwischen diesen Polen bewegen sich die Essays von Enno Stahl. Realismus wird dabei verstanden als eine grundsätzliche Ausrichtung der Weltwahrnehmung, aber auch als literarische Kategorie. Engagement besitzt hier einen ganz ähnlichen Doppelcharakter – als tätige Praxis auf der einen und als Motivation und Motiv der Literatur auf der anderen Seite. Es geht um die Frage, wie Literatur Ausdruck einer solchen Praxis sein kann und wie sie zugleich diese Praxis konstruktiv mit ihren eigenen Mitteln zu befördern vermag. Leider lesen heutzutage immer weniger Menschen. Die Konsequenzen sehen wir jeden Tag. Man kann darin durchaus einen der Gründe für die emotionale Verarmung und die Verrohung des gesellschaftlichen Miteinanders ausmachen. Zentrale literarische Texte, auch ältere, etwa aus dem Kanon der Weltliteraturgeschichte, erörtern wichtige moralische Fragen, vermitteln Werte, Ideen und Haltungen. Literatur kann Empathie stiften, Facebook offensichtlich nicht. Es ist höchste Zeit, dass Literatur auch von Akteuren der politischen Praxis als wichtiger Transmitter wahrgenommen wird.